Sonntag, 8. September 2013

Ein anderer Wind.

Genauer gesagt eine ziemlich steife Brise durchweht seit Anfang August unseren Alltag. Wie einige von euch vielleicht noch wissen, hat der August uns diverse Veränderungen beschert, besonders den Kindern und mir. Schul- und Kindergartenbeginn. Eine neue, feste Arbeit.


Grundsätzlich hat der Einstieg bei jedem von uns gut geklappt auch wenn ich gestehen muss, dass mir die Umstellung besonders am Morgen doch ganz schön schwer fällt... , doch die "Begleiterscheinungen" halten mich ganz schön auf Trab: Der Lütte meint, nun keinen Mittagsschlaf mehr zu brauchen, ist nachmittags müde und seine Frustrationstoleranz strebt gen Null. Unsere Tochter legt gerne mal ein Verhalten an den Tag, das mich eher an eine andere, noch kommende Lebensphase erinnert: Grenzen? Regeln? Absprachen? Brauch ich nich. Kenn ich nich. Als Ausgleich dazu hat sie einen immensen Kuschel- und Redebedarf.


Na ja, da helfen nur die besten erzieherischen Allheilmittel: Geduld, innere Ruhe, Gelassenheit und Verständnis, damit die Konfrontationen nicht überhand nehmen. Nur ist es damit manchmal nicht allzu weit her bzw. bedarf es eines ganz schönen Energieaufwands meinerseits, derartige Gemütszustände herzustellen. Und wie es manchmal so ist, sind Pausen gerade jetzt besonders rar, da mein Mann seit Anfang August quasi nicht anwesend ist. Freiberuflerschicksal. Ein Ende ist aber absehbar! Puh!

Aber zum Glück gibt es Wochenenden, die ich nun wieder ganz neu zu schätzen lerne:

 Wochenendabende, an denen man sich die Zeit für Wunschfrisuren nimmt.

Wochenenden, an denen meine Tochter ganz überraschend die Frühstückszubereitung und Tischdeko! übernimmt...

... und die Zeit alleine mit Mama der Lütte ist mal wieder im Auto eingeschlafen... besonders genießt.

Wochenenden, an denen mir unsere Kinder ganz klar zeigen, dass der Energieaufwand sich lohnt.


Meine Sonntagsfreude ist heute also das Wochenende. Klar.
Aber es sind auch die Veränderungen, die das Leben mit sich bringt und die uns immer wieder vor neue Aufgaben stellen, welche es zu meistern gilt.

An dieser Stelle wünsche ich Müttern, Vätern und ganz besonders allen Alleinerziehenden, besonders in turbulenten Phasen, Momente zum Innehalten, Richtungsüberprüfen, Genießen und vor allem Menschen in ihrer Nähe, durch die sie unterstützt werden - sei es durch Worte und/oder Taten.


Einen schönen Sonntag wünscht euch Nicole!


Kommentare:

  1. Liebe Nicole,
    deine Ausführungen entsprechen dem Alltag, wie er sich uns immer wieder darstellt.
    Wunderschöne Fotos untermalen diesen Text.
    Ich bin froh, dass ich hier gelandet bin. Es gefällt mir.
    Einen schönen Sonntag wünscht
    Irmi

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    1. Vielen Dank, liebe Irmi! Ja, der Alltag hat schon so Einiges zu bieten...
      LG Nicole

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  2. Oh, da kommt ja einiges zusammen. Aber wie Du so schön sagst, das ist wohl das Leben und der Familienalltag. Und so kommen manchmal eben auch viele neue Dinge aufeinmal. Aber es wird sich finden, ganz bestimmt. Und dann auch wieder mehr Ruhe einkehren. Ich drück Dir die Daumen, daß Du Deinen Mann bald wieder als Unterstützung an Deiner Seite hast.

    Liebe Sonntagsgrüße,
    Sabine

    Unsere Einschulungsfeier fand ganz spontan auch im Garten statt, wo die Kinder planschen, Spielen und bei vorbildlichem Wetter allerhand Spaß haben konnte :-)

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  3. Liebe Nicole, Wechsel ist immer wieder eine schwierige Lebenssituation. Geht mir gerade auch so, weil ich zum letzten Mal vor der Rente neu anfange. Obwohl das beruflich mein 5. Neustart ist, fällt es mir sehr schwer & ich habe massive Schlafstörungen. Geerdet hat mich meine kleinste Enkelin, unterstützen meine Freundin & ehemalige Kollegin. Ich hoffe, ich finde wieder zurück in den Beruf...
    Dir wünsche ich weiterhin Ruhe & gelassenheit!
    Herzlichst
    Astrid

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  4. Das ist ja `ne tolle Matscherei :)))
    Schöne Bilder hast Du da eingefangen!
    Alles Liebe für die turbulenten Tage, von Annette

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  5. Ohja...an solche Veränderungsphasen kann ich mich noch gut erinnern...halte durch! LG Lotta.

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  6. Liebe Nicole,
    alles was neu ist braucht seine Zeit. Bei meinen beruflichen Wiedereinstieg nach dem zweiten Sohn trat mein Mann kurz vorher eine Arbeitsstelle 150 km entfernt an, Wochenendbeziehung. Es war unheimlich schwer.
    Deine Photos strahlen soviel Lebensfreude aus, besonders gut gefällt mir der Marienkäfer im Haar.
    herzlich Judika

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  7. liebe nicole,
    das wird. wir kämpfen jährlich mit kindergartenbeginn wieder, weil der wirbelwind sich wie dein tochterkind dann nicht mehr daran erinnern kann, wie man sich benimmt, bzw scheinbar keine ohren hat oder ein gedächtnis wie ein sieb - das setze ich mir dann manchmal auf, das große küchensieb, um ihm zu demonstrieren, wie das ausschauen muss, wenn alle abmachungen und regeln durch die kleinen löcher schlupfen und in vergessenheit geraten - meist können wir dann wieder lachen.
    kopf hoch - aus solchen wochenenden viiiiiiel kraft für den alltag tanken. es wird sich alles einspielen.
    alles liebe
    dania

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